Die Intensivstationen der Krankenhäuser in Deutschland sind am Rande der Funktionstüchtigkeit, weil es schlicht am Pflegepersonal mangelt. Die durch Gesundheitsminister Spahn festgelegten Untergrenzen, dass auf einen Pfleger maximal 2,5 Patienten kommen, führen bei der Intensivpflege dazu, dass immer mehr Betten leer bleiben müssen.
Reflexartige Rufe nach Pflegekräften aus dem Ausland verdecken die Missstände im deutschen Gesundheitswesen. Und das sind einmal die Arbeitsumstände, die auch ausländische Fachkräfte abschrecken und zum zweiten natürlich die obszön niedrigen Löhne, die Pfleger hierzulande verdienen. Hier müsste dringend was getan werden. Meiner Meinung nach wäre Geld auch da, denn Milliarden von Sozialversicherungsbeiträgen versickern in den hunderten von Krankenkassen in Deutschland. Hier werden ohne Not gigantische Verwaltungswasserköpfe durchgefüttert, ohne dass es auch nur einem Patienten weiterhilft.
Gerade auch die kommunalen Kreiskrankenhäuser in den ländlichen Räumen müssen, soweit es sie überhaupt noch gibt, finanziell deutlich besser ausgestattet sein, damit sie für Pflegekräfte ein attraktiver Arbeitsplatz werden und der Pflegeberuf zu einer lohnenswerten Ausbildung gereift.

Kategorien: AllgemeinWirtschaft

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