Die Bundesregierung ignoriert das infrastrukturell abgehängte Mecklenburg-Vorpommern und lässt die Menschen in der Region vorsätzlich im Stich. Mit dem neuen Rahmenfahrplan bleibt das drittgrößte Oberzentrum Mecklenburg-Vorpommerns weiterhin vom Schienen-Fernverkehr abgehängt, obwohl eine solche Anbindung seit Jahren versprochen wird.
 
Mit meiner Kleinen Anfrage wollte ich genau wissen, inwieweit Untersuchungen zur Machbarkeit eines Ausbaus der Fernverkehrsanbindung Neubrandenburgs hinsichtlich Ertüchtigung der Strecke, einen alternierenden IC-Halt sowie Erhöhung der Zuggeschwindigkeit angestellt worden sind. Die Ignoranz der Bundesregierung in der Beantwortung spiegelt indes ihre Taten- und Lustlosigkeit perfekt wieder: Eine Anbindung Neubrandenburgs sei nicht vorgesehen – Punkt.
 
Das offensichtliche Desinteresse der Bundesregierung an dem strukturarmen Mecklenburg-Vorpommern ist geradezu eine Frechheit. Frau Merkel interessiert sich für die wirtschaftliche Entwicklung ihres Heimat-Bundeslandes offenbar genauso wenig, wie für die Beschaffung ausreichend vieler Corona-Impfstoffdosen für die Deutschen.
 
In Zeiten, in denen mobiles Arbeiten immer wichtiger wird, in denen nach Corona mit den voraussehbaren Pleiten der meisten Fluggesellschaften die Bahn im Fernverkehr eine immer größere Rolle spielen wird, in denen der Individualverkehr mit der Dämonisierung des Verbrennungsmotors sukzessive abgeschafft wird, ist diese Haltung der Bundesregierung eine schallende Ohrfeige für alle Menschen, die nicht in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt wohnen.
https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/berlin-ignoriert-neubrandenburg-beim-fernverkehr-0841986801.html
Kategorien: Ländliche Räume

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